Nocturnal Unrest

About

English Version below

Wir sind ein feministisches Kollektiv, das sich gegründet hat, um ein Festival zu organisieren, das sich mit der Nacht auseinandersetzt. Inspiriert von feministischen Interventionen wie „Reclaim the Night“ und angeregt von künstlerischen Praxen der (Un-)Sichtbarmachung, wollen wir Raum dafür öffnen, Nacht und Dunkelheit zu erkunden.

Wir – Helene, Teresa, Lisa, Magdalene, Judith, Caro und Sophi – kennen uns aus der Uni. In unterschiedlichen Fächerkombinationen der Geistes- und Theaterwissenschaften und in unserem wöchentlichen Plenum beschäftigen wir uns mit feministischer Theorie und der Frage nach Praxis. Weil uns das nicht genug ist, organisieren wir dieses Festival, bei dem Theorie auf Aktivismus, Bühne und Performance trifft; denn spannend wird es da, wo vermeintliche Grenzen verwischen.

Der Titel „Nocturnal Unrest“

Für uns bedeutet Feminismus auch, widerständig zu denken und zu sein. In widerständigen Momenten liegt die Möglichkeit von Utopie, von neuen Träumen und anderem Begehren. Die Nacht ist ein widersprüchlicher Raum, in der das manchmal verhindert und manchmal ermöglicht wird. Gäbe es Nocturnal Feminism schon, er würde fragen: Wer bleibt im Dunkeln? Und warum? Er stellt unbequeme Fragen, die uns in Bewegung versetzen: “Nocturnal Feminism is Unrest.

Zielsetzung

Unser Ziel ist es, der Nacht aus vielen verschiedenen Perspektiven und Positionen zu begegnen, sie zu erforschen und zu durchwandern. Wir wollen mit dem Festival einen Ort und viele Räume anbieten, die es ermöglichen sich über verschiedene Zugänge, d.h. wissenschaftlich, performativ, künstlerisch und/oder aktivistisch, die Fragen nach den emanzipatorischen Potentialen der Nacht und den Möglichkeiten von Allianzen nachzugehen.

Unser dezidiert feministischer Anspruch liegt vor allem darin, denen eine Bühne zur Verfügung zu stellen, die sie sonst weniger häufig bekommen. Wir wollen kein Festival mit “großen Namen”, sondern Räume schaffen, in denen Menschen sich treffen können und Neues entstehen kann. Neben dem Programm wird es daher einen Open Space für Gespräche, Austausch, zum Tanzen und Zusammen-Sein geben. Außerdem gestalten wir einen Resting Room, in dem ihr euch zurückziehen, zur Ruhe kommen oder rasten könnt. Gemeinsam mit euch wollen wir erleben, was passiert, wenn Workshops, Performance und Vorträge durch die Nacht hindurch stattfinden und bekannte Formate brechen.

Dabei ist uns wichtig, so weit wie möglich für Barrierefreiheit zu sorgen – körperlich, finanziell, sprachlich. Uns ist bewusst, dass manches dafür nur in einem gewissen Rahmen umsetzbar ist, dass wir als Gruppe sicherlich zu viel noch nicht bedacht haben, dass unsere Kapazitäten nicht reichen oder die Gegebenheiten vor Ort Beschränkungen mit sich bringen. Schreibt uns gerne eine E-Mail, wenn ihr diesbezüglich Kritik und Wünsche formulieren möchtet.

English Version

We – Helene, Teresa, Lisa, Magdalene, Judith and Caro – are a feminist collective that was founded with the goal of organizing a festival dealing with the night. Inspired by feminist interventions such as „Reclaim the Night“ and by artistic practices of making (in)visible, we want to open space for the emancipatory appropriation of night and darkness.

We know each other from University. Both, in our weekly meetings and in our studies which cover the humanities, social sciences and theatre studies, we discuss feminist theory and practices (of the night). Because this is not enough, we organize this festival where theory meets activism, stage and performances; it gets exciting where allegedly strict boundaries are blurred.

The Title „Nocturnal Unrest“

For us Feminism means to find ways to think resistance as well as to be unruly; in resistance there lie the possibilities of utopia, of new dreams and other desires. That said, the night is a contradictory space where sometimes that is denied while sometimes it is enabled. If Nocturnal Feminism were already in existence, it would ask: Who remains in the dark? And why? It asks inconvenient questions which set us in motion:
„Nocturnal Feminism is Unrest“.

Goals

It is our aim to encounter the night from many different perspectives and standpoints, to explore it and to wander around in darkness. This festival wants to to offer a place and many spaces to explore and create the emancipatory potentials of the night and the possibility of alliances it may harbour – no matter if academically, performatively, artistically and/or by way of intervention.

In a decidedly feminist manner we  want to offer a stage to those to whom it belongs not often enough. We do not want a festival featuring „big names“, but rather to open up spaces for people to meet and to build something new. Therefore the festival will have – alongside the programme – an open space for talks, exchange, dancing and being together. Just as well, you’ll also have the possibility to withdraw from the crowd and to calm down/sleep fore in the festival’s resting rooms. Together we want to experience what happens when workshops, performances and lectures run throughout the night, breaking the frameworks of obsolete formats.

It’s important to us to provide barrier-free access physically, financially or language-wise. We are aware that we might fail these ambitions because we failed to think of certain needs and structure, because some things may turn out to go beyond our capacities or they they come up against the material restrictions of the place. Please do contact us via mail to let us know about your needs or about what you think is missing.