Projekte << Raus ins Freie 3 - Performative Formate im öffentlichen Raum

Icon KalenderMay 24
Icon Zeit12:00 Uhr
Icon LocationOnline
Icon VeranstaltungsformatWorkshop
Icon SpracheDeutsch

Was muss bei einem Audio-Walk bedacht werden? Woher kommt der Strom bei einem Video-Walk? Wie kann künstlerische Partizipation über Videokonferenzen organisiert werden? Was sind die technischen Bedingungen und was darf auf keinen Fall vergessen werden? Unter anderen diese Fragen werden drei Künstlerinnen/Kollektive von Nocturnal Unrest beantworten und ihre Erfahrungen mit uns teilen. Johanna Steindorf hat den Audio-Walk The Strange Half-Absence of Wandering at Night erstellt, der an der jeweiligen Haustür der Teilnehmer:innen beginnt. Der Diskurs-Video-Walk Pretty Woman / That’s not my name von Nana Melling und Anne Mahlow nimmt die Zuschauenden mit in den öffentlichen Raum und lässt über Videos Expert*innen sicht- und hörbar werden. Das Rohmaterial für ihren Film Im Auge der Betrachterin/In the Eye of the Beholderess haben Anna Benner und Zoe Aiano in einem Online-Workshop aufnehmen lassen. Die Teilnehmer:innen erhielten eine Liste mit Anweisungen, wie sie in ihre jeweiligen Städte gehen und filmen sollten.

Im Rahmen eines Wissensaustauschs beschreiben drei Künstlerinnen/Kollektive von Nocturnal Unrest, was für die Erarbeitung ihrer Formate notwendig ist. Dabei dienen die drei Produktionen als best practice-Beispiele aber die Künstlerinnen stehen auch für weitere Fragen zur Verfügung. Ein interaktiver Austausch auf Grundlage der Bedürfnisse und Fragen der Teilnehmer:innen ist ausdrücklich erwünscht.

Der Workshop findet in der Reihe "Wissensaustausch für die Zukunft" statt, die vom Fonds Darstellende Künste gefördert wird. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Team

Jan Deck

Jan Deck ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt/M. und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator. Seit 15 Jahren arbeitet er für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen. Er ist Mitglied verschiedener Juries und Beiräte, kuratiert Tagungen, Festivals und Labore. Als Herausgeber und Autor beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Kunst und Gesellschaft.

Svenja Polonji

Svenja Polonji studiert seit 2017 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen zudem arbeitet sie als Darstellerin und entwickelt kollektiv Performances und Festivals.

Anne Mahlow und Nana Melling

Anne Mahlow und Nana Melling

Anne Mahlow und Nana Melling verbindet eine langjährige, enge Zusammenarbeit und Recherche in den Themenfeldern Performance und Bewegtbild, Erzählweisen und Machtmechanismen der Filmindustrie, sowie eine Auseinandersetzung mit feministischen Diskursen. Sie haben sich 2012 im Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen kennengelernt und zusammen verschiedene Recherche- und Performance-Projekte realisiert, wie beispielsweise Bildstörung /Interference (ARENA Festival 2016). Gemeinsam mit Asja Mahgoub, Janna Pinsker und Sara Hasenbrink verbinden sie ihr Interesse an Film und feministischen Perspektiven in dem Diskurs-Video-Walk Pretty Woman / That's not my name.

Anna Benner und Zoe Aiano

Anna Benner und Zoe Aiano

Anna Benner und Zoe Aianos gemeinsamer Film Black&White gewann 2018 den If/Then Pitch des Tribeca Film Institute. All Her Dying Lovers, der Schwestern-Animationsfilm zum gleichen Thema, feierte 2020 bei den Hot Docs Premiere und wurde kürzlich in der New York Times Op DocsSektion veröffentlicht.

Johanna Steindorf

Johanna Steindorf ist Medienkünstlerin, hat in Rio de Janeiro und Köln studiert und ihre Doktorarbeit zum Audio-Walk als künstlerische Praxis und Methode an der Bauhaus-Universität in Weimar geschrieben. Neben ihrer künstlerischen Arbeit lehrt sie auch als Dozentin u.a. an der Uni Köln. Geboren in Ecuador, aufgewachsen in verschiedenen Ländern, lebt sie seit 2006 in Deutschland. Die eigenen Erfahrungen fließen in ihre Arbeit ein, die sich mit Geschlecht, Migration und dem öffentlichen Raum, vor allem aber mit dem Umherschweifen darin, beschäftigen und dabei auch die Themen Nacht und Dunkelheit berühren. Mehr zu Johanna und ihren Arbeiten findet ihr auf www.johannasteindorf.de.

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laPROF Hessen e.V. ist die kulturpolitische Vertretung der professionellen freien Darstellenden Theatermacher:innen Hessens. In ihm sind derzeit über 120 Mitglieder – darunter Solisten, Gruppen, Kollektive, Spielstätten sowie "benachbarte" Interessenverbände organisiert. Unsere Mitglieder kommen aus dem Bereich Theater, Tanz, Musik, Performance, Bildende Kunst, Film, Neue Medien. laPROF vertritt dabei ebenso den Nachwuchs wie die Etablierten, den ländlichen wie den städtischen Raum und fühlt sich sowohl der Wahrung und Sicherung des bestehenden Potentials wie der Förderung und Sichtbarmachung neuer Tendenzen der freien Theaterszene verpflichtet.