Projekte << WAX-en

Icon KalenderMay 21
Icon Zeit21:00 Uhr
Icon LocationOnline
Icon VeranstaltungsformatPerformance
Icon SpracheDeutsch
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WAX-en ist die Begegnung zwischen zwei Künstler:innnen: Laia Ribera Cañènguez, eine salvadorianische Performerin mit einer deutschen Exilgeschichte, und Rafi Martin, ein französischer transgender Figuren-Theaterspieler mit einer russischen Migrationsgeschichte. Es ist die Begegnung zwischen zwei mythologischen Figuren: Quetzalcoatl, eine synkretistische Gottheit aus der mesoamerikanischen Mythologie, die „leuchtende Federschlange“ und Baba Jaga, die emblematische Hexe aus der slawischen Mythologie, die Lichtphänomene steuert, für den Tod und die Wiedergeburt zuständig ist und Jugendlichen, die sie besuchen, eine Einweihung bietet. Es ist eine chromatische Begegnung: Rot auf Weiß, Rot in der Dunkelheit. Hier wird das Farbspektrum von der dunklen Nacht bis zum vollen elektrisierenden Licht entlang des Raumes skizziert, das tief in der Transformation verwurzelt ist. Die verschiedenen Zustände des roten Wachses - im Block, heiß, gegossen oder gekühlt – spricht von den verschiedenen Stadien der Selbstkonstruktion in geschlechtsspezifischer Weise und im Zusammenhang mit der Familienmigration. Mit auf der Bühne gegossenen Klecksografien, Masken und Abdrücken von Körperteilen untersuchen die Künstler:innen in WAX-en wie zweidimensionale Bilder sich in dreidimensionale Figuren verwandeln können. Symbolisch gesehen definiert die rote Farbe unsere Migrations- und Exilgeschichte. Ästhetisch übernimmt Rot, als einzige Farbe, die Bühne.

Gut zu wissen

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Untertitel in deutsch

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Team

Laia RiCa

Laia RiCa

Laia RiCa ist eine in Berlin lebende salvadorianische Künstlerin. Sie bewegt sich zwischen performativem Dokumentar- und Objekttheater sowie zwischen Physical und Visual Theater. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich vor allem mit feministischen, postkolonialen und queeren Perspektiven.

www.laiarica.com

Rafi Martin

Rafi Martin

Rafi Martin, 1989 mit französischer Staatsbürgerschaft geboren, macht performatives Figurentheater und identifiziert sich als weiße transmaskuline Person. Er interessiert sich für die Kreuzung zwischen Symbolen, Institutionen, Körper als Mittel für Verwandlungen und Wiederaneignung.

www.rafimartin.com

Foto: Shiran Eliaserov

Beate Absalon

Moderation: Beate Absalon

Beate Absalon schreibt als Doktorandin der Kunstuniversität Linz über andere Zustände: Schlaf und Sex, Gebären und Trauern, Faking und Unlust. Diesen Themen geht sie nicht nur in Theorie, sondern auch Praxis nach und gestaltet im Rahmen des Kollektivs “luhmen d'arc” Embodiment-Workshops. Am Objekt- und Figurentheater Schaubude Berlin moderiert sie zudem Künstler:innen- und Publikumsgespräche, um das Zusammenspiel von Körpern und ihren Dingen zu befragen - nicht um sie auszudeuten, sondern um gemeinsam mit ihnen ins Denken und Wundern zu kommen.

www.theaterderdinge.de www.luhmendarc.com

Konzept, Text und Spiel: Laia RiCa und Rafi Martin
Musikkomposition: Isabel Gonzalez Toro (DJan) und Camille Martin (Kontrabass)
Musik: Moira Cameron (Kontrabass)
Außenauge: Julika Mayer und Verena Melgarejo Weinandt
Dramaturgische Unterstützung: Anne Brammen
Bühnenbild: Margot Ardouin, Laia RiCa und Rafi Martin (Larissa Jenne für die Recherche)
Lichtdesign: Joachim Fleischer
Künstlerische Mitarbeit: Rodrigo Zorzanelli

Eine Koproduktion des FITZ! Zentrum für Figurentheater. Gefördert durch die Stadt Stuttgart (Projektförderung 2020)